Wissenswertes über den Flugplatz Micheldorf (LOLM)

  • Der Flugplatz Micheldorf verfügt über eine ca. 465 m lange Graspiste (RWY 14-32) und ist ein reines Segelflugfeld. Für sichere F-Schlepps wurde ein Beschleunigungsstreifen (Asphalt 250m x 5m) eingerichtet
    (bitte PPR beachten)!
  • Gestartet wird überwiegend von der Winde, für Leistungsflüge auch mittels F-Schlepp.
  • Frequenz: 123,20 MHz
  • Koordinaten: 47° 52' 15" N,   14° 07' 40" E     ELEV 460m/1510 ft


Standard-Ausklinkpunkte

·        Herrentisch/Gradnalm: ca. 3 km WSW-lich des Platzes (1333 m NN)
Koordinaten: 47° 51' 54" N, 14° 05' 08" E

·        Thörl (zw. Falkenmauer und Kremsmauer): ca. 4 km SW-lich des Platzes (1457 m NN)
Koordinaten: 47° 50' 44" N, 14° 05' 31" E

 

Hausbärte

·        Weinleiten (800 m NN)
Koordinaten: 47° 53' 18" N, 14° 09' 20" E 

·        Kienberg (= Lottebart, 801 m NN)
Koordinaten: 47° 51' 32" N, 14° 10' 44" E

·        Herrntisch (s.o.)

·        Thörl (s.o.)

·        Rieserschneid (Kogel SW-lich der Kremsmauer, 1390 m NN)
Koordinaten: 47° 49' 18" N, 14° 05' 49" E


Bevorzugte Abflugpunkte

·        Bis dato war der Flugplatz Micheldorf der wichtigste Abflugpunkt. Nach dem neuen Reglement wird sich das möglicherweise ändern (3 km Differenz zwischen Abflug- und Endpunkt!).

·        Bei Flügen Richtung Osten (insbes. für FAI-Dreiecke über 700 km) verwenden wir als Abflugpunkt die Bergkirche Klaus,

      Koordinaten: 47° 29' 27" N, 14° 09' 12" E


Hangflugmöglichkeiten im Flugplatzbereich

·        Bei Winden aus W und NW sind gute Hangflugmöglichkeiten am Pröller und Hirschwaldstein (östlich des Platzes) gegeben.

·        Bei Winden aus O und NO bestehen gute Hangflugmöglichkeiten westlich des Platzes.


Wellenflugmöglichkeiten / Rotoren im Flugplatzbereich

·        Bei Südwind 190° (­+­/- 20°)­­ bestehen generell im Lee des Toten Gebirges gute Möglichkeiten. Bevorzugt erfolgt dabei der Einstieg südlich des Kasberges im Bereich der Ödseen. Die hochreichendsten Wellen in unmittelbarer Umgebung stehen im Bereich Steyrbrücke
Koordinaten: 47° 46' 18" N, 14° 10' 16" E

·        Bei Westwind 280° (+/- 15°) bestehen die besten Möglichkeiten für Wellenflug im Becken von Hinterstoder (Auslöser ist ebenfalls das Tote Gebirge). Im Hangflug wird die Nordwestflanke des Warschenecks überstiegen und durch Vorflug Richtung Großen Priel erfolgt der Einstieg in die Welle.

·        Eine weitere Möglichkeit zum Wellenflug besteht bei reinem Westwind direkt über dem Platz, wobei im Hangflug der Westhang (Hirschwaldstein) überhöht wird und durch Vorflug Richtung Westen der Anschluss direkt in die Welle gegeben ist.
 

Standardwendepunkte (für 50, 300, 500, 750, 1000 km und mehr)

  •  50 km:
LOLM – Thalgau = 67 km                  
LOLM – Gröbming = 50 km
  • 300 km:
LOLM – Wildkogel – LOLM = 304 km als Zielrückkehrflug
LOLM – Hochgründeck – Timmersdorf – Schlierbach – LOLM = 306 km als FAI-Dreiecksflug
  • 500 km:
LOLM – Turnau – Gerlos - LOLM = 511 km als Dreiecksflug
LOLM – Imst –LOLM = 527 km als Zielrückehrflug
LOLM – Greifenburg – Patscherkofel – Schlierbach – LOLM = 508 km als FAI-Dreiecksflug
  • 750 km:
LOLM – Rax – Fernpass – LOLM = 754 km als Dreiecksflug
LOLM – Annaberg – Nötsch - Ehrwalderalm – LOLM = 750 km als FAI-Dreiecksflug
  • 1000 km:
LOLM – Puchberg – Malojapass - LOLM = 1000 km als Dreiecksflug
LOLM – Seespitzwirt – Mooslandl – Zürs – LOLM = 1000 km als Jojo

 

Abflugrouten (bei Frühstarts)

  • Frühstart heißt in Micheldorf, dass der Abflug unter normalen Bedingungen vor 10:30 erfolgt.
  • Nach Westen führt der Weg von der Kremsmauer über den Kasberg (ostseitig) zum Eibenberg. Von hier weiter über den Schönbergsattel zum Sandling. Nach erfolgter Talquerung über das Goiserer Becken fliegen wir über die Goisererhütte direkt zum Rußberg (Koordinaten: 47° 36' 35" N, 13° 30' 54" E ) nördlich Gosau, der für uns einer der verlässlichsten Thermikpunkte überhaupt ist. Über den Gerzkopf erfolgt der Anschluss an die Rennstrecke für Flüge nach Westen bzw. führt der Weg nach Süden meist über das Gasteinertal auf die Alpensüdseite.
  • Nach Osten führt der Weg über den Spering an der Westseite des Sengsengebirges über Hochsengs und Hoher Nock zum großen Grösstenberg. Der weitere Weg führt über Bodenwies, Voralpe zum Hochkar. Von hier erfolgt der Weiterflug Richtung Dürrnstein ins Mariazeller Becken.
  • Der Abflug nach Süden ist für Frühstarts nicht ganz so geeignet, da die Abrisskanten (z.B. südlich des Kleinen Priels) unter Hangkante liegen. Die Südroute führt vom Sengsengebirge  über Hinterstoder zum Salzsteig. Nach dem Grimming erfolgt die Talquerung über das Ennstal ins Kleinsölktal. Der weitere Weg führt zum Schwarzensee und Preber auf die Alpensüdseite zur Turrach.
  • Wir fliegen von Micheldorf nach Westen und erreichen das Gosaubecken sehr tief. Genau nördlich des Ortes Gosau/Pass Gschütt befindet sich der Rußberg (1666 mNN, 47°36'35" N 13°30'54"), der von uns zu jeder Jahreszeit und bei (fast) allen Wetterlagen als Hotspot genutzt wird, um entweder zum Gerzkopf (Flüge nach Süden übers Gasteinertal) bzw. zu den Vorbergen (= Bischlinghöhe) des Tennengebirges vorzufliegen, wenn wir nach Westen müssen. Der Gerzkopf ist unter normalen Thermikbedingungen verlässlich. Besser ist jedoch nach unserer Erfahrung die Bischlinghöhe. Diese ist leicht durch den  Sessellift und die umfangreiche Paraglidingtätigkeit erkennbar. Es gelingt uns eigentlich immer, auch wenn wir nur in Gipfelhöhe ankommen, so viel Höhe dazuzugewinnen, dass ein Vorflug zumindest bis zum Mitterberg bzw. direkt zu den Mandelwänden (Hochkönig-Ostseite) möglich ist.
  • Bei Südlagen ist unbedingt darauf zu achten, nicht zu tief in die Hochkönigsüdwand ( auch  Dachsteinsüdwand)  einzufliegen (min. 2000m NN), da sich aus unserer Erfahrung gezeigt hat, dass es trotz einwandfreier  Richtung der Anströmung im unteren Bereich der Wand zu Abwinden anstatt zum erhofften Aufwind kommen kann!

 

Flugrouten bei Nord- Süd Lage (mit und ohne Wind)

Welche Flugrouten führen während des Tages in Platznähe vorbei?

  • Eigentlich keine, die Rennstrecke im Ennstal liegt ca. 40 km südlich des Platzes.


Welche Tal- oder Bergquerungen sind in der Nähe durchzuführen und möglich?

  • Sind insbesondere beim Endanflug von Bedeutung. Endanflüge nach Micheldorf werden fast ausschließlich von Westen kommend durchgeführt.
  • Vom Ennstal kommend ist das:
    • Salzsteigjoch (1733 m NN, Koordinaten: 47° 37' 02" N, 14° 04' 19" E) und von Westen kommend ist der:
    • Schönbergsattel (1740 m NN, Koordinaten: 47° 43' 13" N, 13° 46' 52" E)
  • Achtung, immer mit ausreichender Höhe zu überfliegen, um sicher nach Micheldorf zu gelangen.
  • Bei stärkerem Saufen reicht die Höhe für den Endanflug nach Micheldorf bei knappem Überfliegen des Schönbergsattels nicht aus!

 

Gibt es im Tagesverlauf Abschwächungen im Thermikverlauf?

  • Gibt es grundsätzlich nicht.
  • Anmerkung: Die maximale Thermik in den Tauern nutzend, ist der Bereich um die Hochwildstelle (Koordinaten: 47° 20' 36" N, 13° 47' 00" E) für den Endanflug nach Micheldorf von Bedeutung.


Anflugrouten am Abend - Abendthermik

  • Ist vom Ennstal im Raum Niederöblarn/Aigen bekannt bzw. im Kremstal zwischen dem Flugplatz Micheldorf und Kirchdorf an der Krems.
  • Bei späten Endanflügen (nach 20 Uhr) vom Grimming aus kann man an dessen Ostseite die Höhe für den Endanflug über das Salzsteigjoch nach Micheldorf noch erreichen.

 

Gefährliche Bereiche (z.B. extreme Abwindgebiete im Anflug) - Außenlandemöglichkeiten?


Gibt es Gebiete, die nicht oder mit viel Respekt anzufliegen sind?

  • Zu beachten sind die eingeschränkten Landemöglichkeiten westlich des Platzes! Die einzig gut landbare Wiese in diesem Bereich liegt südlich vom Almsee (Anflug über den See, Achtung auf Freileitung!)
  • Die Offenseewiese ist schwierig landbar, weil sehr kurz!
  • Die Wiesen im Raum Ebensee sehen von oben brauchbar aus. Diese sind jedoch alle sehr uneben!
  • Südlich des Platzes sind ausreichend gut sichtbare Landefelder vorhanden (Klaus, Windischgarstner-Becken etc.)
  • Östlich des Platzes sind die Landemöglichkeiten ebenfalls eingeschränkt! (Ausnahme: Mollner-Becken)
  • Weiter östlich bestehen erst wieder im Bereich der Enns (Altenmarkt, Mooslandl etc.) Landemöglichkeiten.

 

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